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Tipps zum Kauf und Wechsel eines Kaltkreissägeblatts
Eine Kaltkreissäge verwendet ein Kreissägeblatt zum Schneiden von Metall. Der Name leitet sich davon ab, dass diese Sägen die Wärme ins Blatt zurückleiten, anstatt sie ins Schneidgut abzugeben – das geschnittene Material bleibt daher kalt, im Gegensatz zur Schleifscheibe, bei der sich sowohl Scheibe als auch Werkstück erhitzen.
In der Regel werden Kreissägeblätter aus Hochgeschwindigkeitsstahl (HSS) oder mit Hartmetall bestückte Kreissägeblätter verwendet. Ein Elektromotor mit Untersetzungsgetriebe regelt die Drehzahl des Sägeblatts bei konstantem Drehmoment, was die Effizienz erhöht. Eine Kaltkreissäge erzeugt minimalen Lärm, keine Funken, keinen Staub und keine Verfärbungen. Das zu schneidende Material wird mechanisch eingespannt, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten und ein Verrutschen zu verhindern. Kaltkreissägen werden mit einem Kühlmittel-Flutungssystem betrieben, das die Sägezähne kühlt und schmiert.
Die Wahl des richtigen Kaltkreissägeblatts ist entscheidend für eine hohe Schnittqualität. Es gibt spezielle Sägeblätter zum Schneiden von Holz, Metallblechen und Rohren. Hier sind einige Tipps beim Kauf eines Kaltkreissägeblatts:
Blattmaterial: Es gibt im Wesentlichen drei Typen von Kaltkreissägeblättern: Kohlenstoffstahl, Hochgeschwindigkeitsstahl (HSS) und Hartmetallbestückung. Kohlenstoffstahlblätter gelten als die wirtschaftlichsten und eignen sich für einfache Schneidarbeiten. HSS-Blätter sind langlebiger als Kohlenstoffstahl, während Hartmetallblätter die höchste Schnittgeschwindigkeit und längste Lebensdauer bieten.
Dicke: Die Dicke der Kaltkreissägeblätter hängt vom Durchmesser des Montageflansches ab. Bei einem kleineren Rad von 6 Zoll benötigen Sie möglicherweise nur ein Blatt von 0,014 Zoll. Je dünner das Blatt, desto länger die Lebensdauer. Entnehmen Sie den richtigen Durchmesser aus der Bedienungsanleitung oder wenden Sie sich an Ihren örtlichen Lieferanten.
Zahndesign: Für empfindliche Materialien und allgemeine Schneidarbeiten empfehlen sich Standardzahnformen. Lückenzahnblätter eignen sich für gleichmäßigste und schnellste Schnitte bei massiven Werkstücken. Hakenzahnblätter werden typischerweise für das Schneiden dünner Metalle wie Aluminium verwendet.
Zahnteilung (TPI): Sie wird in Zähnen pro Zoll (TPI) gemessen. Der optimale TPI-Wert liegt zwischen 6 und 12, je nach verwendetem Material. Während weiche Materialien wie Aluminium feine Blätter mit einem relativ hohen TPI benötigen, erfordern dickere Materialien harte Blätter mit einer niedrigeren Zahnteilung.
Zahnversatzmuster: Reguläre Blätter haben abwechselnd auf beiden Seiten des Blatts versetzte Zähne. Diese Blätter sorgen für gleichmäßige Schnitte und eignen sich gut zum Schneiden von Kurven und Konturen. Wellenförmige Zahnblätter mit vielen benachbarten Zahngruppen, die alternierend angeordnet sind, sind besonders langlebig und werden hauptsächlich für empfindliche Materialien eingesetzt.
Schneidleitfaden für Materialien
Beim Schneiden anderer Materialien als Baustahl kommen weitere Variablen ins Spiel.
Baustahl: Optimale Schnittqualität und Standzeit werden bei einer Schnittgeschwindigkeit von ca. 100 bis 125 SFM (Oberflächenfuß pro Minute) erreicht.
Edelstahl: Der Anwender muss die Zahnanzahl mit 1,2 multiplizieren. Optimale Schnittqualität und Standzeit werden bei ca. 70 SFM erreicht.
Aluminium: Der Anwender muss die Zahnanzahl mit 0,75 multiplizieren. Optimale Schnittqualität und Standzeit werden bei ca. 300 SFM erreicht.
Vollmaterial: Vollmaterial hat seine eigenen Besonderheiten bei Schnittqualität und Standzeit. Eine halbautomatische Kaltkreissäge mit kontrolliertem Vorschub bietet stets eine längere Standzeit als eine manuell betriebene Säge.